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Tipps & Informationen zu Windows 7

Wer mit Windows 7 arbeitet kommt immer mal an einen Punkt, an dem man nicht direkt weiss, was los ist. Ich trage hier daher Informationen und Lösungen zusammen, die mir nützlich waren.

Sichern und Wiederherstellen

Neben dem Einsatz einer Firewall und eines Virenschutzes, schlägt das Wartungscenter von Windows 7 hartnäckig eine Datensicherung vor. Diese Datensicherung sollte nicht auf die gleiche interne Festplatte erfolgen, auf der sich das System und Ihre Daten befinden. Empfehlenswert ist eine externe Festplatte, die man zu diesem Zweck anschaltet und nach der Datensicherung wieder abschaltet. Das spart Strom und schützt die Daten auch bei einem Angriff bzw. Virenbefall. Auf dem Datenträger legt die Sicherung eine Datei spezielle Sicherungsdatei mit dem Namen des PCs an. Zudem wird ein Image der Systempartition erstellt und im Verzeichnis „WindowsImageBackup“ abgelegt. Das Image hat in der Regel eine Größe von mehreren GB, die Sicherungsdatei ist dagegen anfangs deutlich kleiner, wächst aber bei jeder weiteren Sicherung. Die Maximalgröße des von den Sicherungen belegten Platzes auf dem Datenträger kann individuell eingestellt werden. Nicht ganz klar ist mir die Bedeutung des (unsichbaren) Verzeichnisses „System Volume Information“, das auch mehrere GB groß ist und angeblich auch Daten der Windows-Wiederherstellung enthält.

 

Defragmentierung abschalten

Mit das Schlimmste, was nach dem versehentlichen Löschen von Daten passieren kann, ist eine Defragmentierung der betroffenen Partition oder Festplatte, denn bei diesem Prozess werden Dateien verschoben und damit möglicherweise die Datenbereiche der gelöschten Dateien überschrieben. Eine Datenrettung ist für die davon betroffenen Dateien dann nicht mehr möglich. Schalten Sie daher sofort einen möglicherweise installierten Defragmentierer ab! Es bringt auch bei modernen Festplatten nichts, wie die Fachzeitschrift c’t mehrfach bei Test herausgefunden hat.

 

Windows 7 Defragmentierung

Sehr unpraktisch ist in diesem Fall die automatische Defragmentierung von Windows 7. Diese wird standardmäßig jeden Mittwoch durchgeführt und sollte daher nach einem Datenverlust möglichst umgehend deaktiviert werden. Öffnen Sie die Defragmentierung über Start > Alle Programme > Zubehör > Systemprogramme > Defragmentierung.

Klicken Sie auf Zeitplan konfigurieren…

Entfernen Sie den Haken bei Ausführung nach Zeitplan (empfohlen).

Bestätigen Sie mit OK.

 

Automatische Wiedergabe abschalten

Systemsteuerung > Hardware und Sound > Automatische Wiedergabe

oder “Automatische Wiedergabe” im Suchfeld eingeben.

“Speichern” drücken.

 

Deaktivieren aller Autorun-Funktionen

Microsoft bietet zwei Lösungen an, die man etwas weiter unten auch für Windows 7 findet: support.microsoft.com/kb/967715/de

 

Symbolabstand auf dem Desktop ändern

Wenn man es von Windows XP gewohnt ist, den Symbolabstand einfach bei den Desktopeinstellungen finden zu können, dann steht man bei Windows 7 vor einem Problem, denn einfach zu finden ist diese Funktion nicht mehr.

  • Systemsteuerung > Darstellung und Anpassung > Anpassung > Fensterfarben ändern > Erweiterte Darstellungseinstellungen > Symbolabstand horizontal/vertikal

Tipp: Ein vertikaler Abstand von 20 reicht für einzeilige Texte.

 

Symbolgröße auf dem Desktop ändern

Wenn die Symbole auf dem Desktop zu klein oder zu groß sind, dann kann man das schnell ändern:

  1. Rechtsklick auf den Desktop
  2. im Ausklappmenü unter Ansicht die gewünschte Größe (Klein, Mittel, Groß) wählen

 

Symbolgröße und Abstand auf dem Desktop ändern

Mit einer einfachen Methode kann man gleichzeitig die Größe und den Abstand der Symbole auf dem Desktop ändern.

  • <STRG> + Mausrad

 

Verknüpfungssymbol verkleinern

Spätestens wenn man die Symolgröße verändert hat, dann wundert man sich über die übermäßig großen Verknüpfungssymbole (Pfeile) an den Dateien auf dem Desktop. Hierfür gibt es ein schönes kostenloses Tool, dass man nicht installieren muss und dass die Symbole verkleinert oder ganz entfernt. www.delight.ch/de/ShortcutOverlayRemover

 

Schatten der Fenster abschalten

Bei Bildschirmfotos hat mich oft der Fensterschatten gestört, weil man dann keine glatten Kanten um Fenster hat, wenn man diese als Grafik speichert. Auch diese Funktion ist nicht intuitiv zu finden.

  1. Systemsteuerung öffnen
  2. Im Suchfeld „Leistung“ eintragen
  3. Eintrag „Darstellung und Leistung von Windows anpassen“ auswählen
  4. Dort „Fensterschatten anzeigen“ deaktivieren.

Die Fenster sind bei mir dann oft ganz hell, daher wiede der Farbe und ggf. die Transparenz einstellen.

 

Programme und Dienste beim Windowsstart (de)aktivieren

Wenn man einmal schauen möchte, welche Dienste und welche Programme beim Start von Windows mitgestartet werden und hier ggf. etwas deaktivieren möchte, dann gibt es hierfür die Systemkonfiguration.

  1. msconfig starten (z.B. durch Eingabe im Suchfeld des Start-Menüs)
  2. Registerkarte „Dienste“ oder „Systemstart“ wählen
  3. Dienste und Programme beliebig aktivieren oder deaktivieren

Achtung: Das Deaktivieren von Diensten und Programmen kann zum Ausfall wichtiger Funktionen von Windows führen. Sie sollten daher wissen, was Sie tun.

 

Windows 7 Icons sind leer bzw. zeigen nicht das richtige Bild

Plötzlich wurden bei mir einige Icons nur noch mit einem Standardsymbol dargestellt und nicht mehr mit ihrem richtigen Icon. Eine kurze Suche brachte mich zu folgendem Script @echo off taskkill /f /IM explorer.exe CD /d %userprofile%\AppData\Local DEL IconCache.db /a Start explorer.exe Dieses Script gibt man in der Befehlszeile ein. Alternativ kann man sich auch ein Textdokument mit dem Namen IconCacheClear.bat anlegen und dort die Zeilen reinschreiben. Die Datei startet man dann mit einem Doppelklick. Nun verschwinden erst einmal alle Icons und dann sollte alles wieder erscheinen. Wenn sich beim Doppelklick nur die Textdatei öffnet, diese aber nicht ausgeführt wird, dann hat Ihre Textdatei vermutlich noch zusätzlich die Endung .txt, also „IconCach.bat.txt“. Öffnen Sie die Datei dann in einem Editor und speichern Sie sie unter dem richtigen Namen ab. Eine gute Erklärung des Phänomens finden man hier: www.digital-labs.de/windows/iconcache-reparieren.html

 

Befehlszeile (cmd) mit erhöhten Rechten

Wenn ein bestimmter Befehl die Meldung „Der angeforderte Vorgang erfordert erhöhte Rechte“ ausgibt, dann müssen Sie DOS-Box schließen, den Befehl „cmd“ erneut im Suchfeld eingeben und dann mit <Strg><Umschalt><Eingabe> starten (oder mit der rechtem Maustaste „Als Administrator ausführen“). Danach öffnet sich die Benutzerkontensteuerung für die Bestätigung der Aktion. Klicken Sie auf OK, dann steht die Befehlszeile mit den erhöhten Rechten zur Verfügung.

 

Start mit mehreren Kernen

Immer wieder einmal hört man den Tipp, dass man die Bootgeschwindigkeit von Windows 7 erhöhen kann, indem man die Anzahl der Kerne erhöht, bzw. fest vorgibt. Standardmäßig verwaltet Windows 7 diese Option automatisch und ich habe es auch nicht ausprobiert, aber trotzdem hier die Vorgehensweise.

  1. msconfig starten (z.B. durch Eingabe im Suchfeld des Start-Menüs)
  2. Registerkarte „Start“ wählen
  3. „Erweiterte Optionen“ wählen
  4. Prozessoranzahl aktivieren und Anzahl auswählen

 

AppleMobileDeviceService.exe verbraucht 50% CPU

Nach der Installation von iTunes benötigt der Computer plötzlich immer mindestens 50% der CPU. Schaut man im Ressourcenmonitor nach, dann ist es der Task AppleMobileDeviceService.exe, der konstant 50% der CPU belegt. Öffnet man nun die Befehlszeile (mit erhöhten Rechten, siehe oben) und gibt dort netsh winsock reset ein, dann verhält sich der Service wieder normal.

 

Anwendung nicht gefunden

Wenn plötzlich Registrierungen nicht mehr funktionieren oder Links aus Anwendungen heraus nicht mehr aufgerufen werden können, dann liegt es wahrscheinlich daran, dass aktuell kein Internet-Browser als Standardbrowser aktiv ist. Bei mir war es so, dass der aktuelle Browser auf einer externen HD lag, die nicht verfügbar war. Daher einfach einen anderen Browser zum Standardbrowser machen oder einen neuen installieren.

 

Überflüssige AMD/ATI-Dateien löschen

Vielen sind sicherlich schon die Ordner ATI oder AMD direkt auf der C-Partition aufgefallen. Diese enthalten die Installationsdateien für die Grafikkartentreiber und können gelöscht werden. Die Treiber werden dabei nicht gelöscht, denn diese befinden sich im Systemordner. Bei mir waren diese Verzeichnisse fast 2 GB groß.

 

kdbsync.exe funktioniert nicht mehr

Diese Meldung stammt vom AMD/ATI-Treiber. Bei mir hat es geholfen, die Option „AMD Accelerated Video Transcoding“ zu deaktivieren. Hierzu startet man das Setup des AMD/ATI-Treibers erneut. Die Dateien befinden sich in c:/amd bzw. c:/ati. Dort wählt man Deinstallieren > Benutzerdefiniert und setzt den Haken bei „AMD Accelerated Video Transcoding“. Das Transcoding wird nun deaktiviert. Leider installiert es sich beim nächsten Update erneut. Hier hilft es, beim Installieren ebenfalls „Benutzerdefiniert“ zu wählen und den Haken bei „AMD Accelerated Video Transcoding“ zu entfernen.

 

Farben werden in einigen Programmen falsch angezeigt

Bei mir war es konkret bei Photoshop Elements so, dass dort ein Grauton als Braunstich ankam. Bei fast allen anderen Programmen war es grau. Ursache war eine Einstellung in der Farbverwaltung von Windows. Dort war für einen Samsung-Monitor ein Standardprofil (Samsung Natural Color Pro) aktiv. Man setzt nun den Haken bei „Eigene Einstellungen für das Gerät verwenden“. Danach kann man das Profil löschen. Mit „Hinzufügen“ kann es jederzeit wieder aktiviert werden. Nach einem Neustart von Photoshop Elements war der Farbstich verschwunden.

 

Bootsektor neu schreiben

Wenn Windows 7 nicht mehr direkt startet, dann ist möglicherweise der MBR der der Bootsektor defekt. Legen Sie dann die Windows-DVD oder die Notfall-DVD ein, wählen Sie die Reperaturoptionen und öffnen Sie dort die Befehlseingabe (CMD). Dort können Sie folgende Befehle eingeben:

bootrec.exe /FixMbr

bootrec.exe /FixBoot

Danach sollte Windows 7 wieder wie gewohnt starten.

Siehe auch: support.microsoft.com/kb/927392/de

 

 

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